Das erwartet dich in diesem Artikel
Ein Studentenwohnheim kann in Hamburg vieles erleichtern – ist aber nicht automatisch die beste Lösung für jeden. Ob sich ein Wohnheimplatz lohnt, hängt vor allem von deinem Budget, deinem Alltag und deinen Erwartungen an das Wohnen ab.
Gerade für Erstsemester und Studierende, die neu nach Hamburg ziehen, kann ein Wohnheimplatz die Lösung für den extrem angespannten und mitunter teuren Hamburger Wohnungsmarkt sein. Die Zimmer sind meist möbliert, Nebenkosten und Internet sind häufig bereits in der Miete enthalten und du musst dich nicht mit komplizierten Vertragsverhandlungen oder Wohnungseinrichtungen beschäftigen.
Auch finanziell sind Wohnheime oft attraktiv. Während private Wohnungen oder WG-Zimmer in zentralen Stadtteilen schnell teuer werden, bleiben Wohnheimkosten meist kalkulierbarer. Das schafft Planungssicherheit – besonders dann, wenn dein Budget begrenzt ist oder du BAföG erhältst.
Wenn du dich für ein Studentenwohnheim in Hamburg interessierst, solltest du wissen, dass viele Häuser mit Wartelisten arbeiten. Das gilbt besonders an beliebten Standorten rund um das Berliner Tor oder zentrale Hochschulen sind stark nachgefragt. Hinzu kommt, dass du in solchen Wohnheimen oft Küche oder Bad teilen musst und natürlich auch gemeinschaftliche Regeln gelten. Wenn du viel Ruhe oder maximale Privatsphäre suchst, kann es passieren, dass du dich im Studentenwohnheim nicht ganz so zurückziehen kannst.
Für viele Studierende ist das Wohnheim vor allem eine praktische Einstiegslösung, um in Hamburg anzukommen und später in Ruhe nach einer langfristigen Wohnung zu suchen. Wenn dir eine vergleichsweise bezahlbare Miete, einfache Organisation und schnelle Kontakte wichtig sind, spricht vieles für ein Studentenwohnheim. Legst du dagegen großen Wert auf Unabhängigkeit und freie Wohnortwahl, kann eine WG oder eigene Wohnung besser passen.
Das Studierendenwerk Hamburg ist der größte Anbieter studentischen Wohnraums in der Stadt. Insgesamt betreibt das STW rund 25 Wohnanlagen mit etwa 4.390 Wohnplätzen in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs. Angeboten werden WG-Zimmer, Einzelzimmer und Apartments mit Warmmiete und meist möblierter Ausstattung.
Das Gustav-Radbruch-Haus in Borgfelde zählt mit 516 Plätzen zu den größten Wohnanlagen Hamburgs und liegt nur wenige Minuten vom Berliner Tor entfernt. Dort wohnen Studierende in Wohngruppen mit zwei bis elf Personen, die Zimmer sind überwiegend 10 bis 15 Quadratmeter groß und möbliert. Gemeinschaftsräume, Lernbereiche und Freizeitangebote gehören vielerorts zum Konzept.
Die Carl-Malsch-Stiftung gehört zu den traditionsreichen Wohnheimträgern Hamburgs und betreibt mehrere Häuser, darunter das Überseekolleg und das Carl-Malsch-Haus. Die Wohnanlagen liegen in unterschiedlichen Stadtteilen und verbinden vergleichsweise günstige Mieten mit klassischem Wohnheimcharakter.
Das Überseekolleg verfügt über 103 Zimmer und befindet sich im Norden Hamburgs. Das Carl-Malsch-Haus im Westen der Stadt bietet weitere 89 Zimmer. Je nach Gebäude unterscheiden sich Ausstattung und Zimmergrößen, teilweise stehen Zimmer mit eigenem Bad oder größere Altbauzimmer zur Verfügung.
Das Studentenwohnheim Haus Bauhütte liegt nahe der Alster im Stadtteil Groß Borstel beziehungsweise Alsternähe und richtet sich traditionell besonders an Studierende aus Architektur, Bauingenieurwesen und verwandten Bereichen. Aufgrund der Lage eignet sich das Wohnheim aber auch für Studierende anderer Hamburger Hochschulen, etwa im medizinischen Umfeld rund um Eppendorf.
Die Wohnanlage umfasst insgesamt 237 Plätze. Davon entfallen 178 auf möblierte Einzelzimmer sowie weitere Apartments für unterschiedliche Wohnbedürfnisse. Freizeit- und Gemeinschaftsangebote spielen eine wichtige Rolle: Das Haus verfügt unter anderem über Sportmöglichkeiten, Musikräume und direkten Zugang zur Alster.
Das Bugenhagen-Konvikt ist ein evangelisches Studentenwohnheim im Hamburger Westen. Das Haus existiert seit mehreren Jahrzehnten und verbindet studentisches Wohnen mit einer vergleichsweise kleinen Hausgemeinschaft.
Insgesamt stehen 94 Zimmer und zwei Apartments zur Verfügung. Die Zimmergrößen bewegen sich zwischen 10 und 18 Quadratmetern. Durch die überschaubare Größe und das gemeinschaftliche Konzept wirkt das Wohnheim häufig persönlicher als größere Anlagen.
Das Christophorus-Haus befindet sich im Elbvorort Groß Flottbek und zählt zu den ruhig gelegenen Studentenwohnheimen Hamburgs. Die Nähe zum Elbstrand und die eher grüne Umgebung unterscheiden das Haus deutlich von zentral gelegenen Wohnanlagen.
Insgesamt umfasst das Wohnheim 145 Zimmer mit Größen zwischen neun und 14 Quadratmetern. Das Haus richtet sich an Studierende, die eine ruhigere Wohnlage bevorzugen und dennoch eine gute Anbindung an die Stadt suchen.
Das Franziskus-Kolleg liegt in Rotherbaum beziehungsweise nahe dem Universitätsviertel und gehört zu den katholischen Studentenwohnheimen Hamburgs.
Das Kolleg bietet insgesamt 75 Zimmer und zusätzlich 42 Apartments, wobei die Zimmer überwiegend möbliert sind und sich zwischen acht und 20 Quadratmetern bewegen, während Apartments deutlich größer ausfallen können. Durch die Nähe zur Universität Hamburg und zum Grindelviertel gehört die Lage zu den gefragteren Wohnstandorten der Stadt.
Die Stuart Student Apartments unterscheiden sich deutlich von klassischen Studentenwohnheimen. Der private Anbieter setzt auf moderne, möblierte Apartments mit höherem Ausstattungsniveau und richtet sich an Studierende, Praktikanten und internationale Gäste.
Die Anlage in Wandsbek umfasst 157 Apartments mit Größen zwischen etwa 16 und 50 Quadratmetern. Küche, Bad und Möblierung sind bereits vorhanden. Dafür liegen die Mietpreise deutlich über vielen klassischen Wohnheimen. Wer Privatsphäre und modernes Apartmentwohnen sucht, findet hier allerdings eine Alternative zu WG-Strukturen.
Das Emil-Wolff-Haus gehört zu den traditionsreichen Studentenwohnheimen Hamburgs und liegt im Stadtteil Rotherbaum nahe der Universität Hamburg. Die Lage zwischen Grindelviertel und Campus macht das Haus besonders für Uni-Studierende attraktiv. Angeboten werden überwiegend Einzelzimmer in einer kleineren Wohnanlage mit gemeinschaftlicher Atmosphäre.
Neben bekannten STW-Häusern wie dem Gustav-Radbruch-Haus betreibt das Studierendenwerk weitere große Anlagen, die häufig übersehen werden. Dazu zählen unter anderem Wohnheime am Marie-Jonas-Platz, in der Hagenbeckstraße oder am Harburger Standort für Studierende der TU Hamburg. Die Größen reichen von kleineren Häusern bis zu mehreren hundert Wohnplätzen.
Im Süden Hamburgs existieren mehrere Wohnmöglichkeiten speziell für Studierende der Technischen Universität Hamburg. Die Wohnanlagen profitieren von kurzen Wegen zum Campus und sind besonders für technische Studiengänge interessant. Harburg bietet häufig etwas günstigere Mietpreise als zentrale Stadtteile.
| Wohnheim | Größe | Preise ab ca. | Kontakt |
|---|---|---|---|
| Studierendenwerk Hambur | ca. 4.390 Plätze | 310 € | 040 / 419 02-268 |
| Gustav-Radbruch-Haus (STW) | 516 Plätze | 10–400 € | 040 / 419 02-268 |
| Berliner Tor (STW) | mehrere hundert Plätze | 380–460 € | 040 / 419 02-268 |
| Hagenbeckstraße (STW) | mehrere Wohnformen | 345–460 € | 040 / 419 02-268 |
| Allermöhe (STW) | mehrere Wohnplätze | 339–385 € | 040 / 419 02-268 |
| Helmut-Schmidt-Studierendenhaus (STW) | größere Wohnanlage | 451–479 € | 040 / 419 02-268 |
| Carl-Malsch-Stiftung – Überseekolleg | 103 Zimmer | 245–320 € | 040 / 50 41 66 |
| Carl-Malsch-Stiftung – Carl-Malsch-Haus | 89 Zimmer | 45–320 € | 040 / 880 29 73 |
| Haus Bauhütte | 237 Plätze | auf Anfrage | 040 / 51 18 159 |
| Bugenhagen-Konvikt e.V. | 94 Zimmer + 2 Apartments | 257–379 € | 040 / 89 23 57 |
| Christophorus-Haus e.V. | 145 Zimmer | 250–335 € | auf Anfrage |
| Franziskus-Kolleg | 75 Zimmer + 42 Apartments | 210–529 € | auf Anfrage |
| Emil-Wolff-Haus | kleinere Wohnanlage | auf Anfrage | auf Anfrage |
| Stuart Student Apartments | 157 Apartments | 570–995 € | auf Anfrage |
| Marie-Jonas-Platz (STW) | größere Wohnanlage | STW-Preisniveau | 040 / 419 02-268 |
| TU-nahe Wohnanlagen Harburg (STW) | unterschiedliche Größen | STW-Preisniveau | 040 / 419 02-268 |
Die meisten Bewerbungen laufen heute vollständig online über die entsprechenden Webseiten. Meist registrierst du ein Konto, gibst deine persönlichen Daten sowie Wunschwohnheime an und erhältst dann eine Angebot und/oder wirst auf eine Warteliste gesetzt.
Tipp: Viele Studierende unterschätzen die Wartezeit. In beliebten Wohnheimen können mehrere Monate vergehen, bis ein Zimmer frei wird. Deshalb solltest du parallel nach WG-Zimmern oder Zwischenmieten suchen und das Wohnheim nicht als einzige Option einplanen.
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